Erschaffen wir eine neue Welt -starten wir mit der C-Factory

Die industrielle Pilot-Fertigung
für CO₂-speichende Carbonbeton-Bauteile.

Entwicklung und Umsetzung einer vollautomatisierten, digitalen Fertigungslinie zur dauerhaften Speicherung von CO₂ im Bauwesen.

c-factory

Key-Facts 

Bundesgefördertes Industrieprojekt 

Die C-Factory wird im Rahmen der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK) gefördert. Sie adressiert die industrielle Dekarbonisierung des Bauwesens und überführt Forschung in den Maßstab der Industrie.

Vollautomatisierte Pilot-Fertigung 

Im Rahmen des Projekts wird eine digital gesteuerte, vollautomatisierte Fertigungslinie für Carbonbeton-Bauteile entwickelt. Robotergestützte Prozesse sichern Effizienz, Reproduzierbarkeit und industrielle Skalierbarkeit.

CO₂-Speicherung im Bauteil

CO₂ wird gezielt mineralisch im Baustoff gebunden und dauerhaft im Bauteil gespeichert. So entsteht ein mineralischer Kohlenstoffspeicher mit langfristiger Stabilität. 

Skalierbar für die Bauindustrie

Die Pilotanlage dient als Modell für die Umrüstung bestehender Betonfertigteilwerke.
Das entwickelte Konzept ist auf weitere Standorte übertragbar und industriell skalierbar. 

Warum braucht die Bauindustrie neue, industrielle Lösungen?

Die Bauindustrie gehört weltweit zu den größten Verursachern von CO₂-Emissionen. Insbesondere die Zementherstellung verursacht erhebliche prozessbedingte Emissionen, die auch durch Effizienzsteigerungen allein nicht vollständig vermieden werden können.

Gleichzeitig besteht ein wachsender Bedarf an langlebigen, ressourceneffizienten und industriell herstellbaren Bauprodukten. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es daher neue industrielle Ansätze, die CO₂ nicht nur vermeiden, sondern aktiv und dauerhaft binden – direkt dort, wo Baustoffe entstehen.

c-factory


C-Factory

CO-Speicherung trifft industrielle Fertigung

Die C-Factory ist eine modellhafte Pilot-Fertigungslinie für die vollautomatisierte Herstellung von Wand- und Deckenelementen aus Carbonbeton. Ziel ist es, CO₂ dauerhaft in Bauprodukten zu speichern und diese Technologie erstmals in den industriellen Maßstab zu überführen.

c-factory

Im Zentrum steht die Kombination aus:

TECHNOLOGIE

Automatisierte Fertigungstechnik

Digitale Planungsdaten werden direkt in robotergestützte Produktionsprozesse überführt.

Präzise Garnablage, optimierte Betonage und integrierte Prozesssteuerung sichern Effizienz und reproduzierbare Qualität. 

MATERIAL

Leistungsfähiger
Carbonbeton

Ein nichtmetallisch bewehrter Hochleistungsbeton als konstruktive Grundlage der C-Factory.

Er ermöglicht ressourceneffiziente, langlebige Bauteile mit reduziertem Materialeinsatz.

KLIMANEUTRAL

Blaupause für klimaneutrale Produktionsstandorte

Die C-Factory dient als Modell sowohl für den Neubau klimaneutraler Werke als auch für die Umrüstung bestehender Betonfertigteilwerke.

Das entwickelte Konzept ist auf weitere Standorte übertragbar und industriell skalierbar.

SMART & ADDITIVE

Integrierte CCS-Prozesse

CO₂ wird aus industriellen Quellen abgeschieden, aufbereitet und gezielt in Baustoffe integriert.

Die mineralische Bindung ermöglicht eine dauerhafte Speicherung im Bauteil.

Carbonbeton als
Schlüsseltechnologie

Carbonbeton reduziert durch schlankere Bauteilquerschnitte den Einsatz von Zement, Sand und Kies deutlich und erhöht zugleich die Dauerhaftigkeit der Konstruktion.

Die korrosionsfreie, nichtmetallische Bewehrung erweitert die konstruktiven Möglichkeiten im Vergleich zum Stahlbeton erheblich.
Erst diese strukturelle Optimierung schafft die Voraussetzung, CO₂ gezielt und dauerhaft mineralisch im Bauteil zu speichern – ohne die Tragfähigkeit oder Lebensdauer zu beeinträchtigen. 



Schlankere Bauteilquerschnitte senken den Bedarf an Zement, Sand und Kies und reduzieren damit das Emissionspotenzial.

Die nichtmetallische Bewehrung verhindert Korrosion und erhöht die Lebensdauer der Baukonstruktion signifikant.

Optimierte Bauteilstrukturen ermöglichen die gezielte Integration CO₂-bindender Zuschläge und mineralischer Speichermechanismen. 

Stahlbeton vsCarbonbeton

VS.

c-factory
Stahlbeton
konventionell

1 - CO₂-intensiver Stahlbeton
(mit konventionellem Bindemitteln)

2 - fossilbasierte Dämmstoffe

c-factory
Carbonbeton
zukunftsgerecht

1 - CCS-Zuschläge
(CO₂-mineralisiertes Trägermaterial)

2 - ökologische Hochleistungsdämmung

3 - Carbongelege, funktionalisierbar
(z. B. Heizung und Sensorik)

Im Projekt C-Factory wird CO₂ nicht als Emission, sondern als industrieller Rohstoff verstanden. Durch gezielte Mineralisierung wird CO₂ dauerhaft und stabil in Carbonbeton-Bauteilen gebunden.

CO₂ Transport und Integration in Baustoffe und Bauteile.

So entsteht ein geschlossener Kohlenstoffkreislauf, der CO₂ langfristig aus dem atmosphärischen Kreislauf entzieht.

c-factory



Industrielle Umsetzung

C-Factory als Referenzwerk im industriellen Maßstab

Auf Basis der Erfahrungen und Pilotprozesse aus dem Carbonbetontechnikum Leipzig-Engelsdorf wird eine neue, vollautomatisierte Referenz-Fertigungslinie für CO₂-speichernde Carbonbeton-Bauteile entwickelt und aufgebaut.

Die C-Factory bildet eine industrielle Fertigung im 1:1-Maßstab ab und kombiniert eine individuell ausgelegte Palettenumlaufanlage mit hochautomatisierten Stationen für Carbonbewehrung, ressourceneffiziente Betonrezepturen und integrierte CO₂-Mineralisierung.

Das Anlagenkonzept ist auf Neubauwerke übertragbar und zugleich für die Transformation bestehender Betonfertigteilwerke ausgelegt.

c-factory
c-factory
Modellhafte Prozessentwicklung zur automatisierten Garnablage im relevanten Umfeld.
c-factory
Pilotmaßstäbliche Validierung kombinierter Prozessschritte im Technikum-Umfeld.
c-factory
Modellhafte Erprobung der Schalungsablage im Carbonbeton-Technikum Leipzig-Engelsdorf.

Ein interdisziplinäres
Industrie- & Forschungskonsortium

Die C-Factory wird von einem starken Konsortium aus Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen getragen.

Mobirise

Bundesgefördertes Industrie- und Klimaschutzprojekt

Das Projekt C-Factory wird im Rahmen der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Der Projektstart ist für 2025 vorgesehen, der Betrieb folgt schrittweise ab 2026.